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Einleitung 7
Teil 1 Aus der Finsternis zum Licht 1 Die beiden Bündnisse 17 2 Das Gesetz des Karmas 23 3 Jenseits aller Macht 43
Teil 2 Vom Unwirklichen zum Wirklichen 4 "Wer hat Dir's gesagt?" 57 5 Über den menschlichen Geist hinausgelangen 69 6 Der unbeeinträchtigte Geist 81 7 "Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose" 89 8 "Von nun an kennen wir niemand nach dem Fleisch" 99 9 Das geistige Universum 113
Teil 3 Vom Gesetz zur Gnade 10 "Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist" 125 11 "Ich aber sage Euch" 135 12 "Widerstrebet nicht " 149 13 "Der Vater, der in das Verborgene sieht" 161 14 "Wenn Ihr betet " 169 15 "Wie wir vergeben " 177 16 "Auf daß Ihr Kinder seid Eures Vaters im Himmel" 187 17 "Euer Vater weiß " 201 18 "Ihr seid das Licht" 207 |
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Auszug aus dem Buch "Der Donner der Stille" von Joel S. Goldsmith, S. 217 - 220:
Die Welt ist an einem Punkte angelangt, wo sie über die Macht und über den menschlichen Geist hinausgehen muß. Gibt es einen solchen Punkt? Gibt es einen Punkt, wo physische Macht und menschliche Gedanken keine Macht sind und wo Schutz, Sicherheit und Friede gewährleistet werden? In einem Augenblick der Leere und der Enttäuschung, wenn auf nichts in der Welt mehr Verlaß ist, kommt die Antwort als die Stimme Gottes Selbst, eine Stimme nicht im tobenden Sturm noch im furchterregenden Grollen des Vulkans, sondern eine Stimme, so leise, daß sie nur in der Stille gehört werden kann - da aber donnert Sie. Wenn wir diese Stimme hören, brauchen wir uns nicht mehr um Schutz vor Bomben zu kümmern, noch uns wegen wirtschaftlicher Depressionen und Rückschläge zu sorgen. Nur eines ist dann für uns wichtig: die Fähigkeit, stille zu sein und Gott Selbst Sich als "die stille sanfte Stimme" in uns vernehmen und offenbaren zu lassen. Der Zustand der Welt läßt unsere persönlichen Probleme heute winzig erscheinen; ob wir aber im Sinne individueller, nationaler oder internationaler Probleme denken, im Grunde handelt es sich nur um ein Problem: materielle oder geistige Macht gegenüber Meinem Geist. Es gibt nur einen Feind - den universellen Glauben, daß die Kraft der Materie oder des menschlichen Geistes die Welt regieren könnte. Die Feinde, denen wir heute gegenüberstehen, sind weder drohende Epidemien noch verheerende Zustände des Wetters oder Klimas, weder drohende wirtschaftliche Zusammenbrüche noch vernichtende Kriege, denn dies alles ist nur ein Teil des Glaubens an materielle und geistige Mächte. Sind denn materielle und geistige Mächte wirklich Macht, oder ist "die stille sanfte Stimme" die einzige Macht? Die Antwort lautet, daß in der sichtbaren Welt keine Macht liegt und daß alles, was objektiv in unserem Geist existiert, keine Macht ist. Deshalb wollen wir nie ein Bild in unserem menschlichen Geist fürchten, ob dieses Bild nun ein Mensch, eine Krankheit oder sogar eine Bombe ist! Jene stille sanfte Stimme in unserem Innern ist mächtiger als sie alle; wenn wir so still zu werden vermögen, daß diese Stimme Sich vernehmen läßt - wenn auch nur als tiefer Atemzug oder als ein Gefühl von Frieden oder Wärme -, dann wird diese Erde von der Stimme Gottes erfüllt und der Glaube an zwei Mächte zum Schweigen gebracht. Wenn wir mit dem Feinde kämpfen und ringen - sei es ein materieller Feind außerhalb unserer selbst oder einer in uns, in unserem Geiste -, dann werden wir keinerlei Siege erringen. Die wirklichen Siege erlangen wir nur, wenn wir keine Macht gebrauchen und unseren Gegner nicht bekämpfen, sondern in der Erkenntnis ruhen, daß alle Gegnerschaft sich selbst zerstört. "Ihr werdet nicht streiten stehet und sehet das Heil des Herrn." Dieses Stillehalten bedeutet nicht nur Verzicht auf die Macht unseres Körpers und Geistes, sondern auch auf die Macht des göttlichen Geistes - es ist ein völliges Sich-Hingeben in ein Meer von Frieden. Ich kenne den Vorgang dessen, was in der Stille geschieht, nicht, und auch Sie können ihn nicht kennen, aber wir können und werden die Frucht dieser Stille und Ruhe erleben, weil in der Stille ein Wunder geschieht: der Feind zerstört sich selbst und verschwindet aus unserem Leben - er löst sich auf und schmilzt dahin -, sei dieser Feind ein Fieber, ein Mensch oder eine Nation. Wir brauchen nicht mit ihm zu kämpfen oder zu ringen, wir brauchen nur stille zu sein. Wir sind in Einklang mit einer Macht, die keine Macht ist; wir erlangen den Sieg ohne Gewalt. Wir gebrauchen nicht einmal göttliche Macht; unser Stillesein aber erlaubt der göttlichen Macht, uns zu gebrauchen. Unser Teil ist es, uns vom Gebrauch der Macht zurückzuziehen in eine Stille, die donnert: "Ich bin Gott; sei du daher still und ruhe, denn Ich will mit dir sein bis an der Welt Ende. Du aber sei ruhig, sei still." Wenn wir zur Ruhe gekommen, wenn wir still geworden sind und den Geist Gottes unseren Geist und Körper durchdringen ließen, dann geht Etwas, das größer ist als wir selbst, vor uns her und bereitet uns den Weg; Feindschaft und Gegnerschaft lösen sich auf, und wir ruhen in uns selbst und staunen: "Eine mächtige Tat." In einer vollkommenen Stille, in der wir uns nicht bemühen, Gott, die Wahrheit oder eine Macht über oder für jemanden zu gebrauchen, geschieht in unserem Innern etwas, das die Probleme des Lebens auflöst und unseren Weg zu einem Weg der Freude und Erfüllung macht. Die einzig wirksame und machtvolle Waffe gegen die Mächte, welche die Welt sowohl physisch wie geistig zerstören wollen, ist die Stille, die aus der Überzeugung kommt, daß da ein Etwas ist, das unser Weltall erschuf und es bis in alle Ewigkeit erhalten wird -, es ist die Fähigkeit, uns in diese Stille hineinzugeben und jenes Etwas Seine Aufgabe erfüllen zu lassen. In dieser Stille finden wir die Allheit. In dieser Ruhe und diesem Vertrauen finden wir unsere Kraft und unseren Frieden. Das ist unser Sabbath, das vollständige und vollkommene Universum des ersten Schöpfungsberichtes, in welchem wir aller Macht entsagen und nach dem "Ich aber sage euch" der Bergpredigt leben. Dann werden wir sein wie "der kluge Mann, der sein Haus auf einen Felsen baute. Da nun ein Platzregen fiel und ein Gewässer kam und wehten die Winde und stießen an das Haus, fiel es doch nicht, denn es war auf einen Felsen gegründet."49 Wenn uns Schwierigkeiten irgendwelcher Art begegnen - Konflikte, Feinde, Haß, Verfolgung, Ungerechtigkeit -, schauen wir nicht mehr nach Hilfe aus und versuchen, sie physisch oder geistig zu beseitigen, sondern wir ruhen in Seinem Wort. Wir enthalten uns aller Macht, und Gott wirkt das Wunder. Das Grollen des Donners aus der tiefen Stille Meines Friedens hallt wider und wächst an, bis zuletzt jede Schranke zerbricht. Das mächtige Brausen der Stille schwillt an, bis ihr Donner die Schleier der Illusion zerreißt und Gott Sich offenbart in Seiner ganzen Majestät, Seiner Herrlichkeit und Seinem Frieden. |
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